Vom Norden inspiriert.

Spaco

Kritik von Lucrezia Perropane (M.A.D.S. Art Gallery, Milan, Italy)

What would we do if we had the opportunity to enter other dimensions? We would live multiple lives at once, we would discover new relationships, we would meet new people. We would also have the opportunity to start over. A dimension is how we explain the ability to move through space: left and right, up and down and back and forth. The world is defined by three spatial dimensions, in addition to the fourth dimension refers to time. Many theories predict the existence of further dimensions besides time and the three spatial ones, but none have been proven. In “Space”, Space in Esperanto, the artist is be able to go beyond the three dimesions, by putting one layer on top of the other, cleverly combining complementary colors. Spaces that intersect, come toghether, transporting us to a new reality. The formation of these new dimensions does not create chaos. It is a painting that conveys calm, it its simplicity and in its clear lines, thanks also to the wise use of vertical hatching placed in sequence, that give a sense of stillness. Unlike many abstract paintings, the colors are not instinctively placed, but are inserted into geometric figures, without leaving the edges. This technique makes the picture more static and helps stimulate the sense of quiet. The vibrant colors reflect the artist’s personality: positive and joyful. An artist inspired by the small joys of life and who gives her art the goal of capturing this happiness to transmit in to the viewer. Rebekka plays with different techniques and media, to stimulate the imagination. It’s a painting that makes us daydream, which breaks down the skepticism of us adults and turns us into curious children who come back to believe.

Was würden wir tun, wenn wir die Möglichkeit hätten, in andere Dimensionen einzutreten? Wir würden mehrere Leben gleichzeitig leben, neue Beziehungen entdecken und neue Menschen kennenlernen. Wir hätten auch die Chance, noch einmal von vorn zu beginnen. Eine Dimension beschreibt, wie wir uns durch den Raum bewegen können: nach links und rechts, nach oben und unten sowie vor und zurück. Die Welt ist durch drei räumliche Dimensionen definiert; hinzu kommt die vierte Dimension, die Zeit. Viele Theorien sagen die Existenz weiterer Dimensionen neben der Zeit und den drei räumlichen voraus, doch keine davon konnte bislang bewiesen werden.

In „Space“ – Raum auf Esperanto – gelingt es der Künstlerin, über die drei Dimensionen hinauszugehen, indem sie eine Ebene auf die andere legt und komplementäre Farben auf raffinierte Weise kombiniert. Räume, die sich überschneiden und zusammenkommen, versetzen uns in eine neue Realität. Die Entstehung dieser neuen Dimensionen erzeugt kein Chaos. Vielmehr ist es ein Gemälde, das Ruhe vermittelt – durch seine Schlichtheit und seine klaren Linien, aber auch durch den klugen Einsatz vertikaler Schraffuren, die in Abfolge gesetzt sind und ein Gefühl von Stillstand erzeugen.

Im Gegensatz zu vielen abstrakten Gemälden sind die Farben nicht instinktiv platziert, sondern bewusst in geometrische Formen eingefügt, ohne die Ränder zu überschreiten. Diese Technik macht das Bild statischer und fördert ein Gefühl der Ruhe. Die leuchtenden Farben spiegeln die Persönlichkeit der Künstlerin wider: positiv und lebensfroh. Eine Künstlerin, die sich von den kleinen Freuden des Lebens inspirieren lässt und deren Kunst das Ziel hat, dieses Glück einzufangen und an die Betrachterinnen und Betrachter weiterzugeben.

Rebekka spielt mit verschiedenen Techniken und Medien, um die Fantasie anzuregen. Es ist ein Gemälde, das uns zum Träumen bringt, das den Skeptizismus von uns Erwachsenen aufbricht und uns wieder zu neugierigen Kindern werden lässt, die erneut zu glauben beginnen.

Lucrezia Perropane, December 2021